Smart Home

Was ist das eigentlich?

Thu, 12. Dec. 2019 · Coburger Hochschulfernsehen

Ein Smartphone, Schalter und ein paar QR-Codes. Mehr braucht es nicht, um sein Zuhause intelligent zu machen. Doch welche Technik steckt dahinter und wofür kann man sie nutzen?

Ein Smartphone, Schalter und ein paar QR-Codes. Mehr braucht es nicht, um sein Zuhause intelligent zu machen. Doch welche Technik steckt dahinter und wofür kann man sie nutzen?

Gemeinsam mit Professor Matthäus Brela richten diese Schüler heute selbst ein Smart Home ein.
Was passiert, wenn jemand ein Fenster öffnet? Fährt die Heizung runter? Wird ein Alarm ausgelöst?

Smart Home bedeutet, dass technische Geräte im Haus miteinander kommunizieren. Sensoren im Raum messen zum Beispiel die Helligkeit. Wird es zu dunkel, schaltet sich das Licht an.

Prof. Dr. Matthäus Brela, Smart Home Experte
„Unter Smart Home versteht man eine Technologie, die den Bediener unterstützen soll – bei seinem Alltag. Damit ist gemeint, dass wir Sensoren, Aktoren, Steuerungen nutzen, wo wir ein gewisses Maß an Intelligenz in eine Steuerung packen und dadurch ermöglichen Lichter im Haus zu schalten, Heizkörperthermostate auszulesen, Aktoren zu schalten oder Bewegung zu detektieren.“

Smart Home Systeme sind gefragt. Mehr als dreieinhalb Millionen Euro Umsatz haben Smart Home Anbieter in Deutschland dieses Jahr gemacht. Tendenz steigend.

Senioren sind eine interessante Zielgruppe für Smart Home Technologie.

Anne Schrey - aus Neustadt bei Coburg
„Mich interessiert’s insofern über dieses AAL.
Das heißt Ambient Assisted Living und da geht’s – besonders für alte oder behinderte Menschen, wenn jetzt jemand stürzt. Da gibt’s ja diese Sturzmatten vorm Bett, die dann Alarm machen und diese Rufknöpfe auch und sehr viele technische Möglichkeiten einfach.“

Einige Senioren haben schon Smart Home Komponenten zuhause. Berührungsängste gibt es aber trotzdem noch.

Manfred H. W. Schmidt, aus Eisfeld
„Genau wie mit dem Handy – später Smartphone – es bedurfte einer Überwindung. Im Laufe der Zeit ist man mit dem Smartphone klargekommen. Smart Home ist ja wieder eine ganz andere Ebene.“

Dabei spielen Datenschutz und Sicherheit eine große Rolle. Denn die verbauten Sensoren sammeln Informationen, die bei der Übertragung abgefangen werden können. Nutzer müssen entscheiden, ob sie dieses Risiko eingehen wollen.

Prof. Dr. Matthäus Brela, Smart Home Experte
„Hinsichtlich Sicherheit geht’s mir ja auch darum, dass der Mediziner mitkriegt, wenn ich hingefallen bin oder wenn ich gesundheitliche Probleme bekomme. Oder wenn mein Haus brennt, soll die Feuerwehr anrücken und das Haus löschen. Und dann stellt sich die Frage, wie wichtig ist mir dieses Sicherheitsrisiko, dass einer das mitkriegt, wobei im anderen Fall das ja tatsächlich erwünscht ist, dass es sehr viele mitkriegen.“

Die technischen Möglichkeiten seien heute eigentlich schon weiter als die Produkte auf dem Markt, sagt Brela. Die Menschen müssten aber erst für den Umgang mit ihnen sensibilisiert werden.
Angebote wie das Schülerforschungszentrum oder die SeniorenUni können dazu beitragen.

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